22.10.2016 - Ob mit Rollator, Stöcken oder einfach so: Der Diawalk richtet sich an jede Zielgruppe - Blutzucker verringert sich

140 Walker haben am Samstagnachmittag entlang der Donau viele Kilometer zurückgelegt: Der Diawalk fand zum fünften Mal statt. Die Organisatoren des Gesundheitslaufs – der runde Tisch Diabetes, ein Arbeitskreis der kommunalen Gesundheitskonferenz – verzeichneteDiaWalk2016 02 aber weniger Teilnehmer als in den Vorjahren.

Dabei hätte das Wetter nicht besser sein können: Bei viel Sonne und idealen Lauftemperaturen marschierten 140 Sportbegeisterte auf einem Rundkurs von bis zu elf Kilometern Länge. Zuvor hatten alle Teilnehmer im Eingangsbereich des Tuwass ihren Blutdruck und ihren Blutzucker von der Selbsthilfegruppe beziehungsweise von Mitarbeiterinnen des Gesundheitszentrums Spaichingen messen lassen. Den Wert hielten sie auf der jeweiligen Urkunde fest.

Spaß an der Bewegung
Manfred Mußgnug, Vorsitzender der Tuttlinger Sportfreunde (TSF) begrüßte alle Walker und die, die es im Laufe des Nachmittags geworden sind. „Heute steht nicht der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, sondern der Spaß an der Bewegung“, betonte Mußgnug in seiner Ansprache zutreffend. Stellvertretend für die Stadt Tuttlingen schnürte Petra Schmidt-Böhme, Fraktionsvorsitzende der LBU im Gemeinderat, die Walking-Schuhe. „Wichtig ist, dass man bei solch einer Veranstaltung mitmacht. Es sind von jungen bis zu den älteren Menschen alle dabei“, freute sie sich über ein buntes Teilnehmerfeld. Schirmherr und Landrat Stefan Bär wünschte allen Teilnehmern einen erfolgreichen Lauf, genauso der ehemalige Spaichinger Chefarzt Dr. Albrecht Dapp.

Diabetiker-Sportübungsleiterin Elke Beiswenger von den TSF sorgte für ein stimmungsvolles Aufwärmprogramm, ehe es vom Tuwass auf die Elf-Kilometer-Schleife ging. Abkürzen war möglich: Manche Teilnehmer entschieden sich für drei, fünf, sieben oder neun Kilometer. Angeführt wurden sind sie von Angelika Straub von den TSF und Klaus Waitschull, der sein legendäres rotes Fahrrad mitbrachte.

Auch bei Wind und Regen
Unter den Sportlern mischte die Tuttlingerin Elke Grimm mit. „Ich bin von Anfang an beim Diawalk dabei. Die Veranstaltung finde ich erstklassig“, sagte sie. „Ich laufe oft, weil es mir einfach Spaß macht. Das Wetter spielt dabei keine Rolle. Auch bei Wind und Regen walke ich los.“

DiaWalk2016

Nach dem Lauf wurden die Blutdruck- und Gesundheitswerte nochmals kontrolliert. „Es gab keinen, bei dem wir Diabetes neu entdeckt haben“, schlussfolgerte Dapp. Im Gegenteil: Die Werte besserten sich: Ein Teilnehmer hatte vor dem Start einen Zuckerwert von 280, „der nach seiner sportlichen Aktivität wesentlich geringer war“, weiß Dapp. Auch von einer Teilnehmerin, die trotz ihrer Krebserkrankung und Lungenmetastastasen teilnahm, wusste er zu berichten. „Sie war sehr stolz, dass sie mitmachen konnte und tatsächlich sieben Kilometer gelaufen ist“, berichtete der ehemalige Spaichinger Chefarzt. Ebenso nahmen Leute mit einem Rollator teil, „die auch darauf stolz sein können“, so Dapp.

An Teilnehmern musste der Gesundheitslauf einbüßen. „Vielleicht lag es an Konkurrenzveranstaltungen oder die Leute haben das sonnige Wetter für Gartenarbeiten oder andere Anlässe genutzt“, vermutete Dapp. „Die positiven Rückmeldungen und die Einzelschicksale haben uns aber motiviert, diesen Gesundheitslauf auch in Zukunft weiter zu machen“, blickte er auf das kommende Jahr.

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