Aus aktuellem Anlass

25.06.2021 - Folgende Abteilungen dürfen den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen:

- Lauftreff (Infos HIER und Anfragen an mattes@tsftut.de)
-
Fußball (Infos HIER und Anfragen an dobos@tsftut.de)
-
Badminton
(Infos HIER und Anfragen an romer@tsftut.de)
- Triathlon Kinder + Jugendliche (Infos HIER und Anfragen an rumpel@tsftut.de)
Tennis
(Infos und Anfragen an nagy@tsftut.de)
- Reha-Sport (Infos und Anfragen an beiswenger@tsftut.de)
(Beach-)Volleyball (Infos HIER und Anfragen an ammydriss@tsftut.de)
Nordic Walking (Infos HIER und Anfragen an buero@tsftut.de

Es gilt immer die Einhaltung der Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Tuttlingen sowie die Hygienekonzepte. 

Alle anderen Vereinsaktivitäten der Tuttlinger Sportfreunde sind auf unbestimmte Zeit untersagt.
Alle Vereinsmitglieder müssen diesen Beschluss berücksichtigen.

Der Verein informiert ausschließlich an dieser Stelle, wann und welche Vereinsaktivität wieder erlaubt ist.
Ein regelmäßiger Besuch der Webseite www.tsftut.de wird deshalb empfohlen.
Von Anfragen bezüglich der Ausfalldauer bittet der Verein abzusehen.

Die Tuttlinger Sportfreunde bedanken sich für das Verständnis. 

(Letzte Änderung: 25.06.2021, 19:30 Uhr)

23.09.2016 - Thomas Heizmann hat in Italien bei der Laufveranstaltung „Tor des Geants“ teilgenommen.

Dabei mussten die Teilneh20160923 ThomasTorDesGeants 01mer 330 Kilometer und über 24000 Höhenmeter überwinden. Eine starke Muskelverhärtung zwingt Thomas Heizmann kurz vor Schluss zum Abbruch
Für die allermeisten Sportler in der Laufszene gehen die machbaren Vorstellungen meist bis zum Marathon mit 42 Kilometern – vielleicht kann sich der eine oder andere Läufer auch noch vorstellen, einen Ultrail mit bis zu 100 Kilometern zu laufen. Der Weilheimer Thomas Heizmann hat sich dazu entschieden, beim „Tor des Geants“ mitzumachen, einem Lauf mit 330 Kilometern Länge und 24000 Höhenmetern.

Bereits im vergangenen Jahr ging er bei diesem Laufevent an den Start. Damals hat der Veranstalter aufgrund schlechter Wetterverhältnisse den Lauf abgebrochen, als er bei 201 Kilometern war. Für seinen diesjährigen Neustart bereitete er sich gezielt vier Monate vor und absolvierte nahezu jedes Wochenende einen Marathon oder Ultramarathon.

Nun machte er sich mit seinem Laufkollegen Thilo Seeburger, der mit dem Auto die Verpflegungsstationen anfuhr und ihn dort unterstütze, auf nach Italien in das Städtchen Courmayeur, südlich vom Mont Blanc. Dort fiel der Startschuss des „Tor des Geants“ bei idealen Lauftemperaturen. „Nervös war ich schon und den Grundrespekt vor solch einem Event hatte ich auch“, gibt Heizmann zu, der mit 800 Läufern an der Startlinie stand.

„Die erste Nacht bin ich durchgelaufen und auch in der zweiten Nacht gelang mir es nicht an einer Verpflegungsstation zu schlafen. Somit bin ich 133 Kilometer am Stück gelaufen“, blickte der 47-Jährige zurück, der am dritten Tag für 90 Minuten schlummerte.

Zum Teil gab es an den Stationen eine Massage-, Dusch- und Schlafmöglichkeit oder auch nur etwas zu Trinken und Essen. Auf der Strecke, die durchgehend mit Fähnchen gekennzeichnet war, folgte ein Berg dem nächsten. Die Strecke war selten eben.

„Kurz vor der Hälfte war es recht warm mit bis zu 30 Grad in einem Tal, anders als die Nacht zuvor mit Temperaturen am Gefrierpunkt.“ Seinen zweiten Schlaf fand er nach 180 Kilometern. Bei der Veranstaltung musste jeder Zwischenzeiten einhalten. „Deshalb hat man immer ein Zeitlimit im Nacken und kann nicht beliebig lange schlafen“, erklärte er.

Die abwechslungsreiche Strecke bot landschaftlich tolle Ausblicke auf die Bergwelt im Allgemeinen, der Gletscherlandschaft und dem Mont Blanc.

Bis Kilometer 280 am sechsten Tag lief er schmerzfrei, „dann habe ich gemerkt, dass der linke Oberschenkel verhärtet“, stellte Heizmann fest, der danach das Lauftempo drosseln musste. Nach wenigen Kilometern kam er an einer Station mit Massage vorbei. Mit zwei Anwendungen bekamen die Masseure ihn wieder so fit, dass er normal gehen konnte und den nächsten Anstieg bewältigte. „Das Problem war danach das bergab gehen. Ich konnte den Fuß nicht mehr abwinkeln und keinen Schritt mehr gehen.“ Durch die Schonhaltungen bekam er auch Probleme im rechten Bein.

Obwohl er sechs Stunden Zeitreserve hatte, „war es unmöglich weiterzumachen, da ich bei Minustemperaturen und Dunkelheit nochmals bis auf 3000 Meter Höhe hätte gehen müssen. Dieses Risiko wollte ich nicht mehr eingehen und habe das Rennen nach 308 Kilometern abgebrochen“, sagte der dreifache Familienvater. Von den 800 Startern sind rund die Hälfte im Ziel angekommen.

Er habe den Abbruch nicht bereut und die Vernunft siegen lassen. Thomas Heizmann schließt nicht aus, dass er in den kommenden Jahren wieder einen solchen Lauf absolviert, „aber vermutlich nicht nochmals die gleiche Strecke, sondern bei einem ähnlichen Laufevent“.

Hier die GPS-Daten des gesamten Wettbewerbs von Thomas Heizmann: (Grafik anklicken, um sie zu vergrößern.)
20160923 TorDesGeants2016 ThomasHeizmann