HerzsportGruppeKursleiter/in: Elke Beiswenger | 07461 77953 | 

Trainingszeiten:
1. Training: donnerstags 18.45 - 20.00 Uhr danach Blutdruckmessung durch den Arzt | 
2. Training: donnerstags 20.00 Uhr eine 2. Stunde davor von 19.45 Uhr - 20.00 Uhr, Blutdruckmessung durch den Arzt | 
Sportstätte: Schildrain Turnhalle

Sechs Wochen lang strenge Bettruhe, das war früher die Therapie nach einem Herzinfarkt. Erst dann durften die Patienten wieder nach Hause, meistens gleich als Frührentner. Das war noch Ende der 50er Jahre so. Absolute Ruhe sei die beste Art der Rehabilitation. Heute macht man das anders. Herzpatienten müssen sich bewegen, und am besten in der Gruppe, also zusammen mit anderen Herzpatienten. Die ambulanten Herzsportgruppen, oder Koronargruppen, sind eine moderne und sehr erfolgreiche Form von Therapie.

Die Übungsstunden finden einmal pro Woche nicht in einer Rehaklinik statt, sondern eben ambulant, dir-kt am Wohnort. Der Herzsport ist mittlerweile nicht mehr nur für Patienten nach einem Herzinfarkt vernünftig, sondern ganz allgemein bei größeren Herzproblemen: bei Angina pectoris, nach einer Bypass-Operation, wenn eine neue Herzklappe eingesetzt wurde oder wenn eine verengte Herzarterie mit dem Ballon aufgedehnt werden musste.

Nun, warum empfehlen Herzspezialisten diese kontrollierte Bewegungstherapie? Weil sich dadurch die Lebenserwartung und die Lebensqualität herzkranker Menschen deutlich verbessert. Es ist statistisch eindeutig nachgewiesen worden, dass das Risiko, einen zweiten Infarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, für Gruppenteilnehmer um 20-25% sinkt.

Nehmen wir das Beispiel Herzinfarkt. Hier, diese dunkle Stelle, das ist der Infarktherd. Dort sind die Muskelzellen zerstört. Drumherum aber gibt es Bereiche, die noch intakt sind, und die lassen sich mit Koronarsport so trainieren, dass das Herz allmählich wieder belastbar wird und ausreichend Blut pumpen kann.

Aber das ist nicht der einzige Nutzen. Bei Herzsportlern weiten sich verengte Schlagadern wieder etwas auf, lassen also wieder mehr Blut durch. Während bei Bewegungsfaulen eher das Gegenteil geschieht. Auch haben Teilnehmer von Herzsportgruppen mehr Erfolg, sich das Rauchen abzugewöhnen und sie haben bessere Cholesterinwerte. Obendrein profitiert auch die Psyche. Wenn die Seele optimistisch ist, hilft das auch dem Körper.


Wegen des Engagements der Tuttlinger Sportfreunde im Gesundheitssport durch qualifizierte Übungsleiter hat der Verein im Rahmen des zweiten „DiaWalk“ die Auszeichnung „Pluspunkt Gesundheit.DTB“ erhalten. Diese wird nach Erfüllung von festgelegten Qualitätskriterien „für besondere Gesundheitssport-Angebote im Verein“ vergeben. Besonders zu verdanken haben das die Sportfreunde ihrer Übungsleiterin  Elke Beiswenger, die sich in der Aus- und Weiterbildung im Bereich Herz-/Diabetikersport stark engagiert.

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